Referenzobjekte: gemessene Verbräuche statt Versprechen

Zehn Objekte, umgerüstet auf das think[RED]energy® Niedertemperatur-Flächenheizsystem. Wo Verbrauchsdaten vorliegen, stehen sie dabei: gemessen über echte Heizperioden, nicht hochgerechnet.

Fachwerkhaus in Herne, Baujahr 1840

In diesem historischen Gebäude wurden in zwei Wohnungen à 130 m² die Nachtspeicheröfen ersetzt. Eingebaut wurde das Niedertemperatur-Flächenheizsystem aus Wärmewänden, Nischenheizungen, Wärmeleisten und Heizelementen. Außenmauerwerk: Ziegelausfachung, ungedämmt.

Installierte Leistung 7,8 kW (60 W/m²)
Verbrauch mit Nachtspeicher (2014/15) ca. 100 kWh/m² im Jahr
1. Heizperiode nach Umrüstung (2015/16) 59,5 kWh/m² im Jahr
2. Heizperiode (2016/17) 36,5 kWh/m² im Jahr

Die Werte stammen aus den Stromabrechnungen der Bewohner. Dass der Verbrauch im zweiten Jahr weiter sinkt, ist typisch: Das temperierte Mauerwerk trocknet aus, und trockene Wände dämmen besser.

Mehrfamilienhaus in Sprockhövel, Baujahr 1955, 358 m²

Das Dreifamilienhaus ist im Außenwandbereich ungedämmt. Innerhalb von zwei Jahren wurden in allen drei Wohnungen die Nachtspeicheröfen ausgetauscht: zuerst in der Wohnung der Eigentümer, nach den positiven Erfahrungen auch in beiden Mietwohnungen.

Installierte Leistung 29,3 kW (82 W/m²)
Wärmebedarf 68 kWh/m² im Jahr

Mietwohnung in Borken, Baujahr 1966, 75 m²

Die Wohnung im ersten Obergeschoß erhielt auf den Innenseiten des Außenmauerwerks eine 20 mm starke Innendämmung, eingebaut wurden ausschließlich Heizelemente. Das Außenmauerwerk selbst ist ungedämmt.

Installierte Leistung 3,5 kW (46,7 W/m²)
Wärmebedarf 41,25 kWh/m² im Jahr

Bürohaus in Essen, Baujahr 1959

420 m² Bruttogeschossfläche, Außenwände ungedämmt (36 cm Vollziegel), voll unterkellert. 2002 kamen neue Fenster und 10 cm Steinwolle in die Dachschrägen. Im Herbst 2010 wurde die alte Ölheizung ersetzt, der Wärmebedarf lag damals bei 155 kWh/m² im Jahr. Installiert wurden Wärmewände, Nischenheizungen und Wärmeleisten.

Installierte Leistung 11,3 kW (42 W/m²)
Wärmebedarf vorher (Ölheizung) 155 kWh/m² im Jahr
Wärmebedarf nachher 55 kWh/m² im Jahr

Appartement in Essen, Baujahr 1959, 30 m²

Das Appartement im zweiten Obergeschoß eines Mehrfamilienhauses wurde mit Wärmeleisten und Heizelementen bestückt. Außenmauerwerk ungedämmt.

Installierte Leistung 2,4 kW (80 W/m²)
Wärmebedarf 60 kWh/m² im Jahr

Eigentumswohnungen in Bottrop, Baujahr 1968

In diesem Mehrfamilienhaus wurden zwei Eigentumswohnungen mit 90 und 110 m² umgerüstet: Nachtspeicheröfen raus, Wärmewände, Nischenheizungen, Wärmeleisten und Heizelemente rein. Außenwände ungedämmt.

Installierte Leistung 4,9 kW (54,4 W/m²) und 6,3 kW (57,3 W/m²)
Wärmebedarf 58 kWh/m² im Jahr

Mietwohnung in Hamburg, Baujahr 1926, 60 m²

In dieser zur Stiftung Parkheim gehörenden Hochparterre-Wohnung wurde das Flächenheizsystem aus Wärmewänden, Wärmeleisten und Heizelementen eingebaut.

Installierte Leistung 5,4 kW (90 W/m²)
Wärmebedarf 58 kWh/m² im Jahr

Trauerhalle in Essen-Heisingen

Bei der Umrüstung wurden Nachtspeicheröfen mit zusammen über 40 kW Anschlussleistung entfernt und durch Infrarot-Dunkelstrahler mit insgesamt 8 kW ersetzt. Der bisherige Energiebedarf von rund 45.000 kWh im Jahr konnte nach Angaben von Grün und Gruga, Abteilung Friedhofsverwaltung, drastisch reduziert werden.

Synagoge und Kulturzentrum in Bochum

Im November 2018 entschloss sich die Jüdische Gemeinde Bochum, Herne, Hattingen, das bestehende Fernwärmesystem durch ein Infrarot-Heizsystem zu ergänzen. Die Grundtemperierung übernimmt das alte System, für die schnelle Behaglichkeit sorgt die Wärmestrahlung: gerade in den großen, hohen Räumen von Eingangsbereich, Festsaal und Synagoge, die mit der vorhandenen Warmluftheizung nicht auf angenehme Temperaturen zu bringen waren.

Was die Zahlen zeigen

Die Objekte teilen drei Muster: Erstens sinkt der Verbrauch gegenüber Nachtspeicheröfen deutlich, in Herne von rund 100 auf 36,5 kWh/m² im Jahr. Zweitens funktioniert das System gerade in ungedämmten Altbauten, vom Fachwerkhaus von 1840 bis zum Vollziegel-Bürohaus. Drittens braucht es dafür keinen Umbau: Alle Komponenten werden aufputz montiert.

Wie das im Detail funktioniert, erklärt die Seite Temperieren statt Heizen. Die Belege und Preise stehen unter Auszeichnungen und Studien. Für die eigene Wand: Problemwand-Sets ansehen oder Auslegung anfragen.